Zwei Welten, zwei Wortschätze. Hier stehen die Begriffe, die auf dieser Seite vorkommen – aus dem Sudhaus und aus der Burg.
Aus der Brauerei
- Alphasäure
- Bitterstoff im Hopfen; wird beim Kochen der Würze in die eigentlichen Bitterstoffe des Bieres umgewandelt.
- Anschwänzen
- Nachspülen des Trebers mit heißem Wasser beim Läutern, um den restlichen Zucker herauszulösen.
- Darren
- Trocknen des gekeimten Getreides mit warmer Luft; bestimmt Farbe und Aroma des Malzes.
- Grünmalz
- Gekeimtes, noch nicht gedarrtes Getreide.
- Hopfenstopfen
- Zugabe von Hopfen nach dem Kochen, meist während oder nach der Gärung; bringt viel Aroma, kaum Bittere.
- IBU
- International Bitterness Units, Maß für die Bittere eines Bieres.
- Jungbier
- Bier nach der Hauptgärung, vor der Reifung.
- Läutern
- Trennen der flüssigen Würze von den festen Malzbestandteilen.
- Lupulin
- Gelbes, harziges Pulver in den Hopfendolden mit Bitter- und Aromastoffen.
- Maische
- Gemisch aus geschrotetem Malz und Wasser.
- Mälzen
- Weichen, Keimen und Darren von Getreide; macht aus Gerste Malz.
- Obergärig
- Mit Hefen vergoren, die bei wärmeren Temperaturen arbeiten und nach oben steigen, etwa Weißbier, Kölsch, Alt.
- Rast
- Temperaturstufe beim Maischen, bei der bestimmte Enzyme arbeiten.
- Stammwürze
- Anteil gelöster Stoffe in der Würze vor der Gärung, in Prozent; Grundlage der Biersteuer und grober Hinweis auf die Stärke.
- Sud
- Ein Braugang; auch die Menge Bier, die dabei entsteht.
- Sudhaus
- Teil der Brauerei, in dem die Würze entsteht.
- Treber
- Feste Rückstände des Malzes nach dem Läutern; wertvolles Viehfutter.
- Trub
- Ausgeschiedene Eiweiß- und Hopfenreste, die vor der Gärung entfernt werden.
- Untergärig
- Mit Hefen vergoren, die kühl arbeiten und sich am Boden absetzen, etwa Pils, Helles, Bock.
- Würze
- Die süße, gehopfte Flüssigkeit vor der Gärung.
Aus der Schlaraffia
- Ausritt
- Besuch in einem anderen Reych; auch ein gemeinsamer Ausflug.
- Ausrittpass
- Hier: der Pass der Quellreyche, in dem Einritte in Quellsippungen bestätigt werden.
- Burg
- Der Raum, in dem ein Reych sich trifft.
- Einritt
- Das Eintreffen als Gast in einer Sippung eines anderen Reyches.
- Feldlager
- Eine junge schlaraffische Gemeinschaft, die von einem Reych betreut wird, bevor sie selbst Reych werden kann.
- Pilger
- Ein Gast, der Schlaraffia kennenlernen möchte.
- Quell
- Das Getränk in der Burg, meist Bier.
- Quellreych
- Ein Reych, das sich dem Bündnis der Quellreyche angeschlossen hat und jede Winterung mindestens eine Quellsippung ausrichtet.
- Quellsippung
- Eine Sippung, in der das Quell im Mittelpunkt steht.
- Reych
- Die örtliche Vereinigung der Schlaraffia.
- Sasse
- Mitglied eines Reyches.
- Sippung
- Das wöchentliche oder vierzehntägliche Treffen eines Reyches in der Winterzeit, mit festem Zeremoniell, Vorträgen, Musik und Humor.
- Uhu
- Das Wappentier der Schlaraffia, Sinnbild von Weisheit und Humor.
- Winterung
- Die Sippungszeit von Oktober bis April; im Sommer, der Sommerung, ruht der regelmäßige Betrieb.
Noch mehr Wörter aus dem Brauhaus
- Anstellen
- Das Zugeben der Hefe zur abgekühlten Würze; der Beginn der Gärung.
- Doppelbock
- Besonders starkes Bockbier mit hoher Stammwürze, oft mit der Namensendung „-ator“.
- Kräusen
- Der Schaum auf dem gärenden Jungbier; auch das Zugeben gärenden Jungbiers zur Nachgärung.
- Kühlschiff
- Flaches, offenes Gefäß, in dem die heiße Würze früher abkühlte; heute meist durch Plattenkühler ersetzt.
- Mumme
- Historisches, sehr malzreiches und haltbares Bier aus Braunschweig.
- Nachgärung
- Die langsame Gärung im Lagertank, bei der das Bier reift und Kohlensäure bindet.
- Rauchbier
- Bier aus Malz, das über Buchenholzfeuer gedarrt wurde; Spezialität aus Bamberg.
- Schwarzbier
- Untergäriges, tiefdunkles Bier mit Röstmalz, verbreitet in Thüringen und Sachsen.
- Spundung
- Das Verschließen des Lagertanks, damit die Kohlensäure im Bier bleibt.
- Weisse
- In Berlin: leichtes, milchsaures Weißbier; in Bayern Bezeichnung für Weizenbier.
Noch mehr Wörter aus der Burg
- Atzung
- Das Essen während oder nach der Sippung.
- Fechsung
- Ein Beitrag in der Sippung: Gedicht, Vortrag, Lied oder Musikstück.
- Lulu
- Der schlaraffische Gruß und Beifallsruf.
- Sommerung
- Die sippungsfreie Zeit von Mai bis September.
- Turney
- Ein Wettstreit der Künste, bei dem mit Worten statt mit Lanzen gefochten wird.
