Quellreych XIV

Schlaraffia Gladebachum Monachorum (252)

Mönchengladbach · Niederrhein, Nordrhein-Westfalen

Stimmungsbild zum Gladebachum Monachorum: Uhu, Banner und Altbier vom Niederrhein vor dem Mönchengladbacher Münster

Bier am Niederrhein: Altbierland

Mönchengladbach liegt mitten im Altbiergebiet des Niederrheins. Ab 1975 wurde hier, im Stadtteil Neuwerk, das Hannen Alt gebraut. Die Braustätte wurde 2003 verkauft; seit 2022 wird Hannen Alt bei der Privatbrauerei Bolten im benachbarten Korschenbroich gebraut.

Bolten beruft sich auf ein Braurecht, das seit 1266 überliefert ist, und braut neben Hannen auch das Gatz Altbier. Wer am Niederrhein „ein Alt“ bestellt, bekommt ein obergäriges, kupferfarbenes Bier mit malzig-herbem Charakter.

Von der Gladbach-Quelle bis Neuwerk

Wie dicht die Brauereien einst lagen, zeigt die Sammlung des Mönchengladbacher Sammlers Rolf Hütten: Für das heutige Stadtgebiet, das 1975 aus Mönchengladbach, Rheydt und Wickrath zusammenwuchs, listet er rund 70 frühere Braustätten auf, die meisten ab den 1860er Jahren belegt und viele nur wenige Jahre in Betrieb. Auffällig oft steht im Firmennamen ausdrücklich „Obergärige Brauerei“, andere nannten sich „Bayerische Bierbrauerei“. Das „Rheydter Brauhaus Karl Krapohl“ hielt sich bis 1942. Hütten betont selbst, dass seine Liste lückenhaft sein dürfte – der Durst der Gladbacher war es vermutlich nicht.

Am längsten hielt eine Waldhausener Adresse durch: Die Hensen Brauerei an der Unteren Straße wurde nach eigenen Angaben 1793 gegründet, genau dort, wo der Gladbach entspringt, der Bach, dem die Stadt ihren Namen verdankt. Die Brauerei Gebr. Hensen braute bis in die 1970er Jahre an dieser Stelle. Anfang 2017 belebten drei Gründer die Marke neu. Heute gibt es dort wieder ein Alt, dazu Pils, Malz und die IPA „Hopfenschelle“, ergänzt um wechselnde Sude vom Rauchbier bis zum Coffee Stout. Im Gewölbekeller wird gekocht und gefeiert.

Das bekannteste Gladbacher Markenzeichen bleibt die „Hannen-Faust“, die seit 1921 für das Alt der Hannen-Brauerei warb. Bis 1956 firmierte das Unternehmen noch unter dem sperrigen Namen „Vereinigte Willicher Brauereien und Hannen Korschenbroich GmbH“. Die große Braustätte in Neuwerk ist bis heute in Betrieb, gehört aber seit 2003 der Oettinger Brauerei. Deren Gewicht in Mönchengladbach wächst sogar: 2025 kündigte Oettinger an, die Produktion aus Braunschweig auf die Standorte Oettingen und Mönchengladbach zu verlagern. Wo einst Hannen Alt vom Band lief, entsteht heute also Oettinger.

Quellen: Wikipedia: Hannen-Brauerei · Wikipedia: Privatbrauerei Bolten · Rolf Hütten: Brauereien in der heutigen Stadt Mönchengladbach (PDF, Stand 2022) · Website der Hensen Brauerei · Stadt Mönchengladbach: Hensen Brauerei · BürgerZeitung MG: Von der Hannen-Faust und gehörnten Löwen · Getränke Zeitung: Oettinger schließt Produktionsstandort Braunschweig (2025)

Das Reych Gladebachum Monachorum

Das Reych Gladebachum Monachorum wurde am 6. Dezember 1924 gegründet; Mutterreych ist die Crefeldensis aus dem nahen Krefeld. Der lateinische Name übersetzt die Stadt wörtlich: das Gladbach der Mönche. Gesippt wird in der Geroburg; der Name lässt an Erzbischof Gero von Köln denken, auf den die Gründung der Mönchengladbacher Abtei zurückgeführt wird. Die Reychsfarben sind Schwarz, Silber und Grün.

Mehr über Geschichte und Leben des Reyches steht auf seiner eigenen Webseite.

Die Quellsippung

Donnerstag, 21. Januar 2027, 20:00 Uhr
4. Quellreychsippung am Niederrhein
Sippen wider den tierischen Durst

Vierte Quellreychsippung am Niederrhein: Gladebachum Monachorum sippt wider den tierischen Durst – im Herzen des Altbierlandes.

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Termine aus der Sippungsfolge des Reyches. Änderungen sind möglich – bitte vor dem Besuch beim Reych nachfragen.