Quellreych XXI

Schlaraffia Castellum Palustre (314)

Ried im Innkreis · Innviertel, Oberösterreich

Stimmungsbild zum Castellum Palustre: Uhu, Banner und Rieder Bier vor dem Hauptplatz von Ried im Innkreis

Bier im Innviertel: die Brauerei der Wirte

In Ried im Innkreis wird seit 1536 nachweislich gebraut, möglicherweise schon seit 1432. Eine Besonderheit ist die Rechtsform der Brauerei Ried: Seit 1908 ist sie eine Genossenschaft, gegründet von 152 Wirten.

Gebraut werden unter anderem Märzen, Pils, Weizen, Bock und das Stelzhamer Bier.

Bierregion Innviertel: Wirtebier, Stiftsbräu und Volksfest

Die Genossenschaft entstand, weil die Wirte des Innviertels Anfang des 20. Jahrhunderts eine Alternative zu den bestehenden Brauereien suchten. Schon 1910 wurde in Ried das erste Flaschenbier abgefüllt, 1917 kam die Konzession für Sodawasser und Limonaden hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte 1949 wieder das „normale zwölfprozentige Friedensbier“ ausgeschenkt werden, danach ging es aufwärts. Seit 1980 braut Ried Weißbier, die Rieder Weisse wurde 2004 Testsieger. Heute umfasst das Sortiment rund 20 Biere bis hin zu IPA, Honig- und Kürbiskernbier; vier Biersommeliers arbeiten im Haus, und eine „Braugalerie“ erklärt Besuchern das Handwerk.

Ried ist Teil der „Bierregion Innviertel“, eines Zusammenschlusses von Brauern, Wirten, Tourismus und Wirtschaft im hügeligen Grenzland zu Bayern. Dazu gehören unter anderem Wurmhöringer, Vitzthum, Schnaitl, Kanonenbräu, Woigartlbräu, Pfesch und seit 2025 die kleine Brauerei Kronedt, die 2021 in einer umgebauten Scheune angefangen hat; gemeinsam lädt man zum „Biermärz“. Eine Besonderheit liegt in Engelhartszell an der Donau: Im früheren Trappistenkloster Stift Engelszell übernahm im Juli 2025 die Familie Paminger Brauerei und Likörerzeugung. Sie braut Benno und Gregorius nach den Rezepten der Mönche als „Engelszeller Stiftsbräu“ weiter, allerdings ohne Trappistensiegel, denn das setzt ein aktives Kloster voraus.

Gefeiert wird in Ried seit langem im großen Stil: Im Oktober 1867 fand auf der Dechantwiese das „Erste landwirtschaftliche Ausstellungsfest“ samt Volksfest statt, mit Sacklaufen, Kletterbäumen und Feuerwerk. Nach Eröffnung der Bahnlinie Neumarkt–Ried–Braunau kamen 1871 erstmals 24.000 Besucher, 1879 feierte man die hundertjährige Zugehörigkeit des bis dahin bayerischen Innviertels zu Österreich. Aus diesen Anfängen gingen Rieder Messe und Rieder Volksfest hervor; Festzelt und Biergarten sind bis heute sein Mittelpunkt, zuletzt 2025, die nächste Ausgabe ist für 2027 angekündigt. Die Brauerei Ried bietet zudem Brauereibesichtigungen und einen „Kulinarischen Rieder Bierbummel“ an.

Quellen: Wikipedia: Brauerei Ried · Website der Brauerei Ried: Geschichte · Bierregion Innviertel: Brauerei Ried · WKO Oberösterreich: Bierregion Innviertel mit Neuzugang (2025) · katholisch.de: Stiftsbetrieb Engelszell gerettet (2025) · Messe Ried: Geschichte

Das Reych Castellum Palustre

Das Castellum Palustre wurde am 10. Dezember 1949 gegründet; Mutterreych ist die Scardinga aus Schärding. Der lateinische Name bedeutet sinngemäß „Burg im Sumpf“ – ein Wortspiel, das zu einer Stadt namens Ried gut passt. Gesippt wird in der Bundschuhburg in der Linzer Gasse, in Gelb und Blau.

Mehr über Geschichte und Leben des Reyches steht auf seiner eigenen Webseite.

Die Quellsippung

Freitag, 30. Oktober 2026, 19:30 Uhr
Quellsippung – Innviertler Abend
mit G’stanzlsingen und Atzung

Innviertler Abend in der Bundschuhburg: Das Castellum Palustre lädt zu Quell, G’stanzlsingen und Atzung – österreichische Gemütlichkeit mit schlaraffischem Hintersinn.

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Termine aus der Sippungsfolge des Reyches. Änderungen sind möglich – bitte vor dem Besuch beim Reych nachfragen.