Quellreych III

Schlaraffia Castellum Misena (428)

Meißen · Sachsen

Stimmungsbild zum Castellum Misena: Uhu, Banner, Porzellankrug und Bier vor Albrechtsburg und Dom über der Elbe in Meißen

Bier in Meißen: die Schwerter-Brauerei

Meißen kennt man für sein Porzellan – und für eine der ältesten Brautraditionen Sachsens. Ein Brauhaus ist hier seit 1460 belegt. Die Privatbrauerei Schwerter gilt als älteste Privatbrauerei Sachsens; zum 555-jährigen Jubiläum erschien 2015 sogar eine Sonderbriefmarke.

Zu den Bieren der Schwerter-Brauerei gehören das Privat Pils, das St. Afra Dunkel und der Bennator Bock. Seit 2009 führt Eric Schäffer die Brauerei.

Vom Brauhaus an der Frauenkirche nach Zaschendorf

Die Meißner Bierüberlieferung beginnt, folgt man der Chronik der Brauerei, schon 1015: Bischof Thietmar berichtet, dass Frauen bei einer Belagerung der Burg durch polnische Truppen Brände mit Met löschten. Das 1460 erstmals erwähnte Brauhaus stand an der Frauenkirche. Der Handelsherr Steffan Pingker erwarb es 1568, erneuerte es vollständig und gab ihm ab 1571 eine prächtige Renaissancefassade. Das „Bahrmannsche Brauhaus“ steht noch heute in der Altstadt, und aus seiner langen Geschichte ist nach Wikipedia kein einziger Brand überliefert – vielleicht, weil immer genug zum Löschen im Keller lag.

Den Weg zur heutigen Brauerei ebnete die Familie Bahrmann: Christian Eduard Bahrmann kaufte das Brauhaus 1868 für 14.200 Taler, seine Söhne Franz und Georg eröffneten Ende der 1890er-Jahre jenseits der Elbe in Cölln die moderne „Union-Brauerei“, die ab 1915 als Schwerter-Brauerei AG firmierte. Zu DDR-Zeiten wurde ihr 1961 die Spezialisierung auf Fassbier verordnet, 1972 folgte die Enteignung und Eingliederung in den VEB Felsenkellerbrauerei Meißen. Nach der Rückübertragung an die Familie Wohlers ging 1997 der Neubau in Zaschendorf in Betrieb, zusammen mit der Gaststätte „Zum Schwerter Bräu“.

Heute braut die Brauerei nach Wikipedia rund 25.000 Hektoliter im Jahr, darunter neben den bekannten Klassikern das Lager Rubin, das Elbsommer und ein Kellerbier. Im August 2025 feierte sie „565 Jahre Braukultur in Meißen“ mit einem Festwochenende in Meißen und Sörnewitz, mit Blasmusik, Brauereiführungen und Oldtimerschau. Die alten Gär- und Eiskeller der Bahrmanns leben als „Bahrmanns Brauereikeller“ fort, nach eigenen Angaben der größte Bierkeller Meißens; er dient heute als Bühne für Konzerte und Theater und ist beim Meißner Weinfest dabei. In der Weinstadt an der Elbe kommen Bier und Wein so ganz gut miteinander aus.

Quellen: Wikipedia: Privatbrauerei Schwerter Meißen · Website der Brauerei Schwerter: Geschichte · Wikipedia: Brauhaus Meißen · Brauerei Schwerter: Festwochenende „565 Jahre Braukultur in Meißen“ · Bahrmanns Brauereikeller

Das Reych Castellum Misena

Das Castellum Misena wurde am 10. Oktober 2015 gegründet; Mutterreych ist die Lipsia aus Leipzig, das Reych mit der Nummer 3. Gesippt wird in der Burg Saxnwieg in Meißen, jener Stadt an der Elbe, deren Name in aller Welt für Porzellan steht. Die Reychsfarben Blau, Gold und Rot passen gut zu einer Stadt, in der Feinsinn und Handwerk seit Jahrhunderten zusammengehören.

Mehr über Geschichte und Leben des Reyches steht auf seiner eigenen Webseite.

Die Quellsippung

Donnerstag, 8. April 2027, 19:30 Uhr
Quellreychsippung – Hopfen & Malz erhalt’s

Hopfen & Malz erhalt’s! Das Castellum Misena lädt zur Quellreychsippung in die Porzellanstadt – mit dem schlaraffischen Segen fürs Bier.

Mehr zu dieser Quellsippung →

Termine aus der Sippungsfolge des Reyches. Änderungen sind möglich – bitte vor dem Besuch beim Reych nachfragen.