Quellreych V

Schlaraffia Dresa florentis (411)

Dresden · Sachsen

Stimmungsbild zur Dresa Florentis: Uhu, Banner und Wegweiser zu Dresdner Brauereien vor der Altstadtsilhouette mit Frauenkirche

Bier in Dresden: Waldschlößchen, Feldschlößchen, Felsenkeller

Mit dem Waldschlößchen begann in Dresden das industrielle Brauen: 1836 wurde der Aktienverein gegründet, 1838 die Brauerei eröffnet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zählte die Stadt neun Aktienbrauereien. Viele sind verschwunden, etwa die Brauerei Reisewitz (bis 1931) oder das Hofbrauhaus Cotta (bis 1921).

Heute braut die Feldschlößchen-Brauerei in Dresden-Coschütz. Das Waldschlößchen lebt als Gasthausbrauerei weiter, und der Name Felsenkeller erinnert an die großen Lagerkeller, in denen das Bier einst gekühlt wurde.

Stammhaus, Ballhaus und das Pils aus Radeberg

Die Wurzeln des Feldschlößchens liegen an der Budapester Straße: 1838 erwarben die Brüder Meisl dort das Grundstück des alten Feldschlößchens, 1858 gründeten sie die „Aktienbrauerei zum Feldschlößchen“. Im restaurierten Maschinenhaus des alten Standorts eröffnete 1998 das „Feldschlößchen Stammhaus“ als Gaststätte. In den 1960er-Jahren wurden Feldschlößchen, Felsenkeller und Waldschlößchen zum VEB Dresdner Brauereien zusammengelegt; 1973 folgte die Grundsteinlegung in Coschütz, 1981 floss dort das erste Bier. Nach der Wende kam die Brauerei 1992 zu Holsten und 2004 mit Holsten zu Carlsberg, bevor sie 2011 in eine mittelständische Braugruppe mit dem Frankfurter Brauhaus wechselte, zu der 2016 die Gilde Brauerei stieß.

Ein Kontrastprogramm zur Großbrauerei bietet das Ball- und Brauhaus Watzke in Pieschen. 1838 erwarb Karl Josef Watzke hier einen Gasthof samt Schankrechten für Bier, Branntwein und Wein; 1898 ließ Paul Watzke den Ballsaal bauen, in dem noch im selben Jahr die ersten Paare tanzten. Nach der denkmalgerechten Sanierung eröffnete 1996 im Erdgeschoss eine Hausbrauerei. Gebraut wird unfiltriert, etwa das Watzke Pils, das Altpieschner Spezial und ein Dresdner Hell, dazu wechselnde Saisonbiere. Wer mag, trinkt sie im Biergarten mit Blick über die Elbe auf die Altstadt – Walzerschritte nach dem dritten Glas auf eigene Gefahr.

Vor den Toren Dresdens liegt die wohl bekannteste Brauerei der Region: 1872 wurde in Radeberg die Aktienbrauerei „Zum Bergkeller“ gegründet, ab 1885 hieß sie Radeberger Export-Bierbrauerei. Sie gilt als erste Brauerei in Deutschland, die ausschließlich nach Pilsner Brauart braute. Per Erlass vom 11. Dezember 1905 durfte sich ihr Bier „Tafelgetränk Seiner Majestät des Königs Friedrich August von Sachsen“ nennen. Der Ausstoß wuchs von rund 24.000 Hektolitern 1888/89 auf 230.000 im Jahr 1912/13. Heute ist Radeberg die namensgebende Brauerei der Radeberger Gruppe und bietet Führungen durch die Exportbierbrauerei an.

Quellen: Das alte Dresden: Brauereien · Feldschlößchen: Geschichte · Wikipedia: Waldschlößchen-Brauerei · Website Watzke: Ball- und Brauhaus Watzke · Wikipedia: Radeberger Exportbierbrauerei · Website der Radeberger Brauerei

Das Reych Dresa florentis

Die Dresa florentis – der Name spielt auf Dresden als „Elbflorenz“ an – wurde am 23. April 1994 gegründet und ist eine Tochter der Assindia aus Essen. Sie sippt in der Augustusburg im Dresdner Süden, in Gold und Schwarz, den Farben des Reyches. Aus der Dresa ist 2014 wiederum die Gorlitia hervorgegangen; das Reych hat also selbst schon für schlaraffischen Nachwuchs in der Oberlausitz gesorgt.

Mehr über Geschichte und Leben des Reyches steht auf seiner eigenen Webseite.

Die Quellsippung

Dienstag, 9. Februar 2027, 19:30 Uhr
Quellsippung – Burg oder Feldschlösschen

Die Dresa florentis stellt die Gewissensfrage der sächsischen Braukunst: Burg oder Feldschlösschen? Antworten in der Augustusburg.

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Termine aus der Sippungsfolge des Reyches. Änderungen sind möglich – bitte vor dem Besuch beim Reych nachfragen.