Bier in Peine: Härke
1890 gründete Ernst Härke in Peine seine Brauerei; bekannt wurde sie für ihr herbes Pils. Nach der Insolvenz 2012 übernahm 2013 die Einbecker Brauhaus AG. Ende 2023 endete das Brauen in Peine.
Die Tradition lebt dennoch weiter: 2024 gründete Braumeister Martin Härke das Peiner Brauhaus.
Härke-Geschichte, Neustart in Stedendorf und Freischießen
Genau genommen fing Ernst Härke 1890 nicht bei null an: Er übernahm die Rauls’sche Brauerei in Peine. Danach blieb der Betrieb über Generationen in der Familie. Nach Ernst führte ab 1914 seine Frau Elise die Brauerei, 1927 folgte Sohn Heinrich, nach ihm dessen Witwe Änny. Später leiteten Hans-Peter, Matthias und Martin Härke das Haus. Neben dem herben Pils braute Härke zuletzt unter anderem ein alkoholfreies Pils und den naturtrüben „Peiner Landradler“. Das Brauereigebäude am Werderpark hat der Architekt Anton van Norden entworfen.
Die Einbecker Brauhaus AG begründete das Aus im Herbst 2023 mit Zahlen. Der Absatz war seit 2019 um ein Viertel gesunken, die Kosten stark gestiegen, und die Menge reichte nicht mehr für einen wirtschaftlichen Betrieb des Sudhauses. Am 21. November 2023 verließ das letzte Bier die Peiner Brauerei. Seit 2024 wird Härke in Einbeck gebraut, die Marke gibt es also weiter. Die sieben betroffenen Beschäftigten bekamen Stellen in Einbeck angeboten. Das Härke-Hoffest sollte nach damaliger Ankündigung erhalten bleiben. Auf dem alten Brauereigelände entstehen Wohnungen für Senioren, eine Kita und Apartments.
Das neue Peiner Brauhaus von Martin Härke steht in Stedendorf in einem früheren Getränkemarkt. Härke war von 2002 bis 2019 Braumeister der Familienbrauerei. Gebraut wird auf einer kleinen Anlage mit 2,5 Hektolitern, verkauft wird ab Rampe mit Blick auf die Sudkessel. Am ersten Verkaufstag, dem 25. Januar 2025, war das Bier nach etwa 45 Minuten ausverkauft. Das größte Fest der Stadt ist das Peiner Freischießen. Es wird schon in den Stadtstatuten von 1597 erwähnt und fand 2026 zum 429. Mal statt. Sieben Korporationen feiern dann mehrere Tage lang in ihren Festzelten.
Quellen: Wikipedia: BrauManufaktur Härke · Getränke Zeitung: Einbecker schließt Brauerei Härke in Peine · Brunnenbräu Bier-Blog: Peiner Brauhaus · Peine erleben: Peiner Freischießen
Das Reych Castellum Peinense
Das Castellum Peinense wurde am 24. November 1923 gegründet; Mutterreych ist die Brunsviga aus Braunschweig. Es sippt in der Burg „Eulennest“ in Peine, in Grün und Rot – und hat 1960 selbst die Cell-Erika in Celle ins Leben gerufen. Die Eule im Burgnamen ist eine Verwandte des Uhus, des Wappentiers der Schlaraffia.
Mehr über Geschichte und Leben des Reyches steht auf seiner eigenen Webseite.
Die Quellsippung
Das Castellum Peinense lädt ins Eulennest zur Quellsippung – in einer Stadt, deren Name viele Jahrzehnte lang auf Bierdeckeln stand.
Termine aus der Sippungsfolge des Reyches. Änderungen sind möglich – bitte vor dem Besuch beim Reych nachfragen.
Passend dazu im Bierwissen
Quellreyche in der Nähe
- Braunschweig – Brunsviga (ca. 20 km)
- Celle – Cell-Erika (ca. 30 km)
- Eschwege – Am Eschenwege (ca. 130 km)
