Bier in Bremen: Hanse, Beck’s und Haake-Beck
Bremen war zur Hansezeit ein bedeutender Ausfuhrort für Bier. Um 1600 zählte die Stadt rund 250 Brauereien, 1809 waren es nur noch 21.
Weltbekannt ist heute Beck’s, gegründet 1873 als Kaiserbrauerei Beck & May. Zur selben Brauerei gehört die Marke Haake-Beck. Historische Namen wie Remmer und die Hemelinger Aktienbrauerei sind erloschen; die Schüttinger Gasthausbrauerei braut mitten in der Altstadt.
Schlüsselbier, Haake-Beck und die Union in Walle
Das Bremer Wappen steckt im Etikett: Seit 1876 führt Beck’s den Schlüssel im roten Schild, allerdings spiegelverkehrt, damit sich die Marke vom städtischen Wappen unterscheidet. Im selben Jahr gewann das Bier auf der Weltausstellung in Philadelphia eine Goldmedaille. Gegründet wurde die Brauerei von drei Männern: dem Kaufmann Thomas May, dem Unternehmer Lüder Rutenberg und dem Braumeister Heinrich Beck. Seit 2002 gehört sie dem Konzern, der heute Anheuser-Busch InBev heißt; Interbrew zahlte damals 1,8 Milliarden Euro. Nach Wikipedia wird Beck’s in rund 120 Länder exportiert. An der Weser kann man sich bei Führungen Museum, Rohstoffraum und Sudhaus ansehen.
Haake-Beck, die Bremer Marke für den Bedarf vor Ort, ist älter als Beck’s. 1826 gründete Cord Hinrich Haake seine Brauerei. Als er 1845 starb, kam etwa ein Fünftel des Bremer Biers aus seinem Haus. 1887 wurde die Brauerei eine Aktiengesellschaft und zog in die Neustadt, 1918 übernahm sie die Hemelinger Actien-Brauerei. Später wuchs sie mit Beck & Co. zusammen und ist heute eine Marke von AB InBev, die vor allem in Bremen und Umgebung verkauft wird. Ein Stück Bierromantik hielt sich lange: Erst 2004 lieferte Haake-Beck zum letzten Mal Bier mit der Pferdekutsche aus.
Die alte Union-Brauerei ist wieder da. Bremer Gastwirte hatten sie 1907 im Osterfeuerbergviertel gegründet; 1965 übernahm Haake-Beck den Betrieb und schloss ihn 1968. Der Architekt Lüder Kastens und der frühere Beck’s-Brauer Markus Zeller haben die denkmalgeschützten Gebäude in Walle renoviert und am 19. Dezember 2015 als Brauerei mit Gasthaus wiedereröffnet. Seitdem entstanden dort nach Angaben der Brauerei mehr als hundert Biersorten. Dazu gibt es Brauereiführungen und eine Kaffeerösterei, und in Hemelingen ist ein zweites Brauhaus dazugekommen. Für die Sanierung erhielt das Architekturbüro 2016 eine Anerkennung beim Bremer Denkmalpflegepreis.
Quellen: Wikipedia: Brauerei Beck · H3-Bierwelt: Brauort Bremen · Wikipedia: Haake-Beck · Wikipedia: Union-Brauerei (Bremen) · Weser-Kurier: Zehn Jahre Union-Brauerei · Bremen Tourismus: Brauereitour Beck’s
Das Reych Brema
Die Brema wurde am 5. Oktober 1883 gegründet; Mutterreych ist die Dessavia aus Dessau. Sie sippt in der Hansaburg in der Kurfürstenallee, in Rot und Weiß – den Farben der Hansestadt. Die Burg öffnet an Sippungsabenden schon um 18.30 Uhr zur Atzung; das Reych bittet Gäste um vorherige Anmeldung.
Mehr über Geschichte und Leben des Reyches steht auf seiner eigenen Webseite.
Die Quellsippung
Vom Göttertrunk zum Quell: Die Brema verfolgt den langen Weg des Bieres von den Opfergaben der Alten bis in die Hansaburg.
Termine aus der Sippungsfolge des Reyches. Änderungen sind möglich – bitte vor dem Besuch beim Reych nachfragen.
Passend dazu im Bierwissen
Quellreyche in der Nähe
- Celle – Cell-Erika (ca. 100 km)
- Reinbek – Im Sachsenwald (ca. 110 km)
- Peine – Castellum Peinense (ca. 130 km)
